{"id":7666,"date":"2019-06-21T08:25:33","date_gmt":"2019-06-21T06:25:33","guid":{"rendered":"http:\/\/dg3of.de\/?page_id=7666"},"modified":"2019-06-21T08:26:10","modified_gmt":"2019-06-21T06:26:10","slug":"3-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/dg3of.de\/?page_id=7666","title":{"rendered":"3"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"entry-title\">IOGT-Story<\/h1>\n<div class=\"entry-content\">\n<p>Die internationale Organisation der Guttempler hat im Laufe ihres nunmehr \u00fcber 150-j\u00e4hrigen Bestehens, nicht zuletzt durch die beiden Weltkriege \u00e4u\u00dfere Wandlungen durch-gemacht und innere Ver\u00e4nderungen erlebt, die auch vom Trend des Zeitgeschehens nicht unber\u00fchrt geblieben sind.<\/p>\n<div id=\"txt_55\">\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/DSC01055.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-272\" title=\"DSC01055\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/DSC01055-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Dennoch sind die grunds\u00e4tzlichen Forder-ungen an die Mitglieder aller Guttempler-Verb\u00e4nde in der Welt die gleich geblieben: Unbedingte alkoholfreie Lebensweise, weil nur sie allein dem Hilfesuchenden Sicher-heit geben kann, Gleichberechtigung aller Menschen, unabh\u00e4ngig von Geschlecht, Rasse, Religion und Weltanschauung im Sinne der Br\u00fcderlichkeit und F\u00f6rderung des Friedens in aller Welt.<\/p>\n<p>Guttempler sind bewusst alkoholfrei lebende Menschen. Sie engagieren sich ehrenamtlich, informieren \u00a0und helfen bei Alkohol- und Medikamentenproblemen. Guttempler unterst\u00fctzen nicht nur den unmittelbar Betroffenen bei der Suche nach einen neuen Weg. Auch deren Partner, Kinder und Freunde sowie Kollegen treffen auf offenen Ohren f\u00fcr ihre N\u00f6te.<\/p>\n<p>Neben der\u00a0Sucht-Selbsthilfe\u00a0bieten die Guttempler-Gemeinschaften mit ihren kulturellen, sozialen und gesundheitlichen Zielen Raum f\u00fcr alkoholfreien Begegnungen, Weiterbildung und\u00a0Freizeitgestaltung\u00a0f\u00fcr alle Altersgruppen.<\/p>\n<p>Die Guttempler sind davon \u00fcberzeugt, dass jeder Mensch einzigartig ist und einen unendlichen Wert besitzt. Jeder Mensch hat ein Recht auf pers\u00f6nliche Freiheit und verpflichtet sich dazu, seinen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t aller zu leisten.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"txt_68\">\n<p>Die Guttempler-Gemeinschaft ist das weiterf\u00fchrende Angebot f\u00fcr Menschen, die sich dem Guttempler-Orden als Mitglied anschlie\u00dfen wollen.<\/p>\n<p>Man findet Guttempler-Gemeinschaften unterschiedlicher Pr\u00e4gung; es gibt Problem orientierte und solche, die sich vorwiegend mit gesellschaftlichen oder pers\u00f6nichkeitsbildenden Themen bzw. Freizeitbesch\u00e4ftigungen befassen.<\/p>\n<p>Guttempler gibt es weltweit. Sie haben international Programme zur Suchtvorbeugung, zum politischen Umgang mit Alkohol- und anderen Drogenproblemen sowie Hilfe f\u00fcr Abh\u00e4ngige und deren Angeh\u00f6rigen entwickelt.<\/p>\n<p>Guttempler zeigen, dass neue Freundschaften entstehen und gepflegt werden k\u00f6nnen. Sie haben erkannt: sich selbst und anderen zu helfen macht Spa\u00df und ist gelebtes soziales Engagement. Sie handeln aus \u00dcberzeugung und laden zum Mitmachen ein.<\/p>\n<p>Enthaltsamkeit ist die Grundlage, Br\u00fcderlichkeit der Weg und Frieden das Ziel der Guttempler.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"txt_70\">\n<h3><strong>Die I.O.G.T. \u2013 Geschichte<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3a26862r.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-228\" title=\"3a26862r\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/3a26862r-219x300.jpg\" alt=\"\" width=\"219\" height=\"300\" \/><\/a>Der Guttempler-Orden wurde am 11.07.1851 in Utica, einer kleinen Stadt im Staate New York\/USA als \u201eOrder of Good Templars\u201c gegr\u00fcndet. Ein Jahr sp\u00e4ter bildete sich der \u201cUnabh\u00e4ngige Guttempler- Ordens\u201d.<\/p>\n<p>Junge M\u00e4nner und Frauen schlossen sich in Logen zusammen und versprachen sich gegenseitig, keinen Tropfen Alkohol mehr zu trinken und jedem zu helfen, der bereit war, Hilfe und Beratung bei pers\u00f6nlicher Alkoholgef\u00e4hrdung oder in der Familie anzunehmen.<\/p>\n<p>Neben dem Sklavenproblem war n\u00e4mlich der Alkoholismus damals bereits eines der st\u00e4rksten innerpolitischen Probleme der neuen Welt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/gewalt-in-familie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-230\" title=\"gewalt-in-familie\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/gewalt-in-familie.jpg\" alt=\"\" width=\"216\" height=\"159\" \/><\/a>Die Gr\u00fcnder des Guttempler-Ordens hatten bereits damals erkannt, dass bei st\u00e4rkerer Neigung zum Alkohol jegliche M\u00e4\u00dfigkeit vergeblich war, und dass es das erste Glas war, das den Alkoholgef\u00e4hrdeten immer wieder in den Teufelskreis hineinzog und zur\u00fcckwarf.\u00a0Eine Erkenntnis, die Jahrzehnte sp\u00e4ter die Wissenschaft best\u00e4tigte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/certificate-for-independent-order-of-good-templars.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-231\" title=\"certificate-for-independent-order-of-good-templars\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/certificate-for-independent-order-of-good-templars.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"292\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die ersten Mitglieder sind um ihrer selbst und um des N\u00e4chsten Willen zu dem Entschluss gekommen, den Guttempler-Orden ins Leben zu rufen. Sie w\u00e4hlten f\u00fcr ihre Zusammenk\u00fcnfte eine Arbeitsweise, die nicht dem trocken-sachlichen Vereinsleben entliehen war. Jede Zusammenkunft sollte eine Stunde der Besinnung und der Ermutigung sein.<\/p>\n<p>Da die Mitglieder \u2013 \u00e4ltere wie j\u00fcngere \u2013 st\u00e4ndig einen Impuls zu lebendigem Schaffen erhalten sollten, entwickelte man eine Form, die weniger auf Verstand als auf Gef\u00fchl und Willen abgestimmt war.<\/p>\n<p>In Anlehnung an die Tempelritter, die gleichzeitig k\u00e4mpften und Verwundeten halfen und sie pflegten, w\u00e4hlte man die Bezeichnung \u201cOrden der Guten Templer\u201d.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/1910-Members-International-Organization-of-Good-Templars-probably-Tacoma-ca.-1910.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-191\" title=\"1910 -Members, International Organization of Good Templars, probably Tacoma, ca. 1910\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/1910-Members-International-Organization-of-Good-Templars-probably-Tacoma-ca.-1910-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Der Orden blieb nur 17 Jahre auf Amerika begrenzt. Der 24-j\u00e4hrige Malergeselle Joseph Malins, der zwei Jahre zuvor nach USA ausgewandert war, brachte den Orden nach England, seinem Heimatland und damit nach Europa.<\/p>\n<p>1877 wurde die erste Gruppe in Norwegen gegr\u00fcndet. 1879 fasste der Orden in Schweden und 1880 in D\u00e4nemark Fu\u00df.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"txt_71\">\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/1930-Ghana-Afrika-J_K_-BrMasonic-lodge.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-233\" title=\"1930 Ghana - Afrika J_K_ BrMasonic lodge\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/1930-Ghana-Afrika-J_K_-BrMasonic-lodge-300x229.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"229\" \/><\/a>Von unseren n\u00f6rdlichen Nachbarn kam der Orden kurze Zeit sp\u00e4ter nach Deutschland. Andere Kan\u00e4le f\u00fchrten von den USA und von England aus nach Mittel- und S\u00fcdeuropa, nach Afrika, Asien und Australien.\u00a0Aus dem urspr\u00fcnglichen \u201cInde-pendent Order of Good Templars\u201d wurde der \u201cInternational Order of Good Temp-lars\u201d, ohne dass die traditionelle Abk\u00fcrzung I.O.G.T. ge\u00e4ndert zu werden brauchte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/374517_large.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-235\" title=\"374517_large\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/374517_large.jpg\" alt=\"\" width=\"266\" height=\"365\" \/><\/a>Diese Buchstabenfolge blieb auch erhalten, als man 1966 in Lausanne beschloss, Orden in Organisation umzuwandeln. Diese \u00c4nderung waren Anschlussw\u00fcnsche mehrerer Abstinenz-Verb\u00e4nde aus verschiedenen L\u00e4ndern, die nicht in einer Guttempler-Tradition gewachsen waren, sich aber dem Guttempler-Orden verbunden f\u00fchlten und als Mitgliedsverb\u00e4nde oder \u201cabgeschlossene Organisationen\u201d beitreten wollten. Das galt insbesondere auch f\u00fcr alle mohammedanischen Vereinigungen und Zusammenschl\u00fcsse. Deshalb hei\u00dft es heute im englischen Sprachgebrauch \u201cInternational Organisation of Good Templars \u2013 I.O.G.T\u201d.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"txt_72\">\n<h3><strong>Guttempler in Deutschland<\/strong><\/h3>\n<p>Ab etwa 1820 kam es in Deutschland zu einem rasanten Anstieg des Alkoholkonsums, der um 1900 mit j\u00e4hrlich 10 Litern reinen Alkohols pro Kopf bereits das Niveau von heute erreichte.<\/p>\n<p>Durch die Industrialisierung in den St\u00e4dten setzte eine gewaltige Landflucht ein. Immer mehr Menschen zog es in die St\u00e4dte, um hier Arbeit zu finden. Sie verlie\u00dfen damit ihre sozialen Bindungen innerhalb von Gro\u00dffamilien und mussten nun meist isoliert und anonym in der bedr\u00fcckenden Enge der st\u00e4dtischen Elendsviertel leben.<\/p>\n<p>Diese Menschen waren besonders anf\u00e4llig daf\u00fcr, mit Hilfe von Alkohol kurzfristig ihre Sorgen zu bet\u00e4uben und ihrem Elend zu entfliehen. Die Kneipe um die Ecke war f\u00fcr sie dar\u00fcber hinaus ein viel angenehmer Aufenthaltsort, als ihre kalten, nassen und viel zu kleinen Wohnungen. Die Problematik wurde durch neue Erfindungen und Transportm\u00f6glichkeiten noch beg\u00fcnstigt.<\/p>\n<p>Die \u201eM\u00e4\u00dfigungsbewegung\u201c wurde zur gr\u00f6\u00dften und wichtigsten Bewegung des 19. Jahrhunderts. Bereits 1845 hatten in Deutschland auf Anregung des K\u00f6nigs Friedrich Wilhelm III. von Preu\u00dfen 1,65 Millionen Menschen freiwillig schriftlich erkl\u00e4rt, sich des Schnaps zu enthalten. Diese Volksbewegung brach mit der Revolution von 1848 zusammen. An ihrer Stelle gr\u00fcndeten sich die bis heute bestehenden Abstinenzvereine. Ihr Ziel war es, Alkoholkranke nicht mehr wie bisher in Anstalten einzusperren, sondern ihnen und ihren Familien wirksam zu helfen, vom Alkohol loszukommen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"txt_69\">\n<p>Der Guttempler-Orden kam \u00fcber D\u00e4nemark nach Deutschland. Am 18.02.1878 wurde die erst deutschsprachige Gemeinschaft, die Tyksland Storloge Nr. 1, \u00a0Deutschen Gro\u00dfloge Nr. 1 in Nordschleswig \u2013 heute d\u00e4nisches Gebiet gegr\u00fcndet.\u00a0Am 06.10.1889 erfolgte die Gr\u00fcndung des Deutschen Guttempler-Ordens mit \u00a0der Deutschen Gro\u00dfloge Nr. 2.<\/p>\n<p>Im Jahre 1900 wird der Deutscher Guttempler-Orden ein eingetragener Verein mit 9.273 Mitgliedern und es entwickelten sich bis 1913 insgesamt 1440 Guttempler-Gemeinschaften mit insgesamt 77.301 Mitgliedern\u00a0(4.).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"txt_69\">\n<h3><strong>Guttempler in Nienburg (Weser)<\/strong><\/h3>\n<h3><strong>1912 bis 1945<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/186744.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-189\" title=\"186744\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/186744.jpg\" alt=\"\" width=\"252\" height=\"365\" \/><\/a>In Nienburg erkannten verantwortungsbewusste B\u00fcrger schon vor fast 100 Jahren, dass man dem Beispiel des im Jahre 1851 in Utica (USA) gegr\u00fcndeten Guttempler-Ordens folgend, Alkoholgef\u00e4hrdeten nur in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter helfen kann.<\/p>\n<p>Nachdem die erste Guttempler-Loge im damaligen Deutschen Reichsgebiet am 12. Juli 1883 in Hadersleben gestiftet wurde, schlossen sich 29 Jahre sp\u00e4ter, am 10. November 1912 M\u00e4nner und Frauen, die sich gegenseitig versprachen, keinen Alkohol mehr zu trinken, zur \u201eLoge Im Sicherheitshafen Nr. 1621 in Nienburg a. Weser\u201c zusammen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/1912-11-10-Logenstempel-crop.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2132\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/1912-11-10-Logenstempel-crop-300x281.jpg\" alt=\"1912-11-10-Logenstempel-crop\" width=\"300\" height=\"281\" \/><\/a>Die ersten Mitglieder sind um ihrer selbst und um den n\u00e4chsten Willen zur Gruppengr\u00fcndung geschritten. Die Gruppe traf sich Sonntags in der Gro\u00dfen Kirchstra\u00dfe Nr. 3. Hochtempler war Karl Kasten, dem Willi Bultmann helfend zur Seite stand.\u00a0Diese Gruppe muss schnell sehr aktiv gewesen sein; denn bereits im Januar 1913 traf der Wirteverein die Feststellung: \u201eDie Agitation gegen den Alkohol durch die Blaukreuzvereine wirkt sich gesch\u00e4fts-sch\u00e4digend aus\u201c.<\/p>\n<p>Im September 1913, als es dem \u201eWirteverein\u201c um die Verl\u00e4ngerung der Polizeistunde ging, meinte der damalige Landrat Adolf von Buschmann u. a. dazu: \u201eAuch w\u00e4re es nicht zweckdienlich; denn wenn die Landarbeiter die halben N\u00e4chte in den Wirtsh\u00e4usern sitzen, dann k\u00f6nnen sie nicht fr\u00fch mit der Arbeit beginnen\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IOGT-011.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-274 alignright\" title=\"IOGT 011\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IOGT-011.jpg\" alt=\"\" width=\"123\" height=\"160\" \/><\/a>Davon, dass man mit den Alkoholikern in der Wortwahl nicht gerade zimperlich umging, zeugt eine Begebenheit. Im Januar 1914 musste ein Gastwirt sechs Mark Strafe zahlen, \u201eweil er an einen auf der S\u00e4uferliste stehenden Menschen Spirituosen verabreichte\u201c. Seinerzeit gaben die Landrats\u00e4mter von Alkoholikern sogenannte \u201eS\u00e4uferlisten\u201c heraus, die den Gastwirten unter Androhung von Strafeverboten, an diesen Personenkreis Alkohol auszuschenken.<\/p>\n<p>Wie unw\u00fcrdig war es damals, kranke Menschen schlechthin als \u201eS\u00e4ufer\u201c abzustempeln; eine Diskriminierung, die daneben noch dazu beitrug, dass dem Alkohol noch mehr zugesprochen wurde.<\/p>\n<p>Durch den 1. Weltkrieg litt, wie in anderen Vereinen und Verb\u00e4nden, auch die Arbeit der Gemeinschaft \u201eIm Sicherheitshafen\u201c. Viele Guttempler mussten Kriegsdienst leisten. Da etwa die H\u00e4lfte der Guttempler Frauen waren, sorgten diese, so gut es ging, f\u00fcr den Fortgang der Arbeit. Die Nachkriegszeit mit Inflation erschwerten den Wiederaufbau sehr.<\/p>\n<div id=\"txt_74\">\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/029-IOGT-Kanne-1910_450x295.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-276 alignleft\" title=\"029-IOGT-Kanne-1910_450x295\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/029-IOGT-Kanne-1910_450x295-300x196.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"196\" \/><\/a>Erst im Jahre 1927, neun Jahre nach Ende des 1. Weltkrieges, war die Gruppe wieder voll aktiv. Ein Mitgliederverzeichnis aus damaliger Zeit zeugt davon, dass in dieser Gruppe im Jahre 1928 nicht weniger als 51 Geschwister (Ehem\u00e4nner und -frauen) vereinigt waren. Es wurden regelm\u00e4\u00dfig Gruppenabende abgehalten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/1928-11-11-Logenfest-Tagesordnung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2135\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/1928-11-11-Logenfest-Tagesordnung-217x300.jpg\" alt=\"1928-11-11-Logenfest-Tagesordnung\" width=\"217\" height=\"300\" \/><\/a>Ein Mitgliederverzeichnis aus damaliger Zeit zeugt davon, dass in dieser Gruppe im Jahre 1928 nicht weniger als 51 Br\u00fcder und Schwestern, das hei\u00dft, Ehem\u00e4nner mit ihren Ehefrauen, vereinigt waren. Hiervon hatten 13 Br\u00fcder bereits den Distriktgrad erworben. Wie dieses Verzeichnis weiter ausweist, wurden regelm\u00e4\u00dfig Gruppenabende abgehalten. Erw\u00e4hnenswert ist auch, dass von den 51 Mitgliedern nur eine Schwester austrat; die anderen Mitglieder blieben ihren Grunds\u00e4tzen treu. Dokumente aus damaliger Zeit wie das nebenstehende Programm zum 16-j\u00e4hrigen Stiftungsfest am 11. November 1928 best\u00e4tigen die Aktivit\u00e4ten dieser Guttempler-Loge.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/1928-06-10-Logenstiftung-Einladung-an-den-Magistrat.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2129 alignleft\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/640-1928-06-10-Logenstiftung-Einladung-an-den-Magistrat-220x300.jpg\" alt=\"640 - 1928-06-10 Logenstiftung - Einladung an den Magistrat\" width=\"220\" height=\"300\" \/><\/a>Am 24. Juni 1928 wurde, wie aus dem Verzeichnis der Grund-, Wehr- und Jugendlogen aus dem Jahre 1932 hervorgeht, die zweite Nienburger Guttempler-Gruppe \u201eBastion Hoffnung\u201c gegr\u00fcndet, die ihre Gruppenarbeit mittwochs in der Baugewerkschule durchf\u00fchrte. Hochtempler war hier Karl Br\u00f6ger, der in seiner Arbeit von Eduard Vogler unterst\u00fctzt wurde.\u00a0Von 1927 bis 1933, also ganze sieben Jahre konnten die beiden Nienburger Gruppen noch unbehelligt weiterarbeiten. Am 30. Januar 1933 brach die Demokratie in Deutschland zusammen, die Hitlerdiktatur folgte. Damit begann f\u00fcr den Orden, f\u00fcr Deutschland und der ganzen Welt ein neuer Abschnitt in der Geschichte.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1933 erregte das Wort \u201eLoge\u201c\u00a0\u00a0bei den neuen Machthabern ebenfalls Unwillen, weil es an die inzwischen verbotene Freimaurerloge erinnerte. Das Wort musste durch \u201eHeim\u201c ersetzt werden und auch die bisherigen Distrikte mussten in \u201eGaue\u201c umbenannt werden.<\/p>\n<p>Im September 1933 richtete der nationalsozialistische Staat als sogenannte Dachorganisation der deutschen Alkoholgegnerbewegung die \u201eReichsfach-gemeinschaft der deutschen Alkoholgegnerbewegung\u201c ein, die dem Reichsministerium des Inneren angegliedert wurde. Die enge Zusammenarbeit des Deutschen Guttempler-Ordens mit anderen Verb\u00e4nden gegen den Alkoholismus wurde auch im \u201eDritten Reich\u201c, soweit es sich um Abstinenzverb\u00e4nde handelte, fortgesetzt.<\/p>\n<p>Nach dem 30. Januar 1933, der sogenannten \u201eMacht\u00fcbernahme\u201c, musste der Deutsche Guttemplerorden seine Sitten und Gebr\u00e4uche ablegen. Die internationalen Bindungen mussten aufgel\u00f6st werden. Das Emblem, das die Weltkugel mit den Insignien \u201eIOGT\u201c zeigt, unter dem alle Guttempler in der Welt vereinigt waren, mussten die Deutschen Guttempler aufgeben. Fortan hie\u00df es dann \u201eDGTO\u201c (Deutscher Guttemplerorden).<\/p>\n<p>Am 05. Mai 1937 schlossen sich dann der \u201eDeutsche Guttempler-Orden \u201eund der \u201eDeutsche Bund f\u00fcr alkoholfrei Kultur\u201c zum \u201eDeutschen Bund zur Bek\u00e4mpfung der Alkoholgefahren\u201c zusammen.<\/p>\n<p>In den Jahren 1939\/40 gab es auf dem zivilen Sektor noch Alkoholprobleme. Die Rationierung aller Nahrungs- und Genussmittel sorgte dann aber f\u00fcr den R\u00fcckgang der Trunksucht. Reichlich floss dagegen bei allen Wehrmachtsteilen der Alkohol. Je l\u00e4nger der Krieg w\u00e4hrte, je mehr m\u00e4nnliche Gruppenmitglieder wurden eingezogen. Nach der Ausrufung des \u201eTotalen Krieges\u201c kam die Arbeit der Nienburger Gruppen zum Erliegen.<\/p>\n<p>Der Zweite Weltkrieg ver\u00e4nderte die Arbeit der beiden Nienburger Gruppen von Grund auf. Die freie Meinungs\u00e4u\u00dferung wurde noch mehr eingeschr\u00e4nkt. Das Reichspropagandaministerium gab unter anderem f\u00fcr die Schriftleitung des \u201eNeuland-Verlages\u201c Anweisungen dar\u00fcber heraus, was und wie publiziert werden durfte.<\/p>\n<p>Im September 1941 ging bei den beiden Nienburger Gruppen ein Rundschreiben des \u201eDeutschen Bundes zur Bek\u00e4mpfung der\u00a0Alkoholgefahren\u201c zu, in dem betont wurde: \u201eIn luftgef\u00e4hrdeten Gebieten werden die Sitzungen in Folge des fr\u00fcher einsetzenden Fliegeralarmes oft k\u00fcrzer sein\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"txt_75\">\n<h3><strong>1945 bis 1983<\/strong><\/h3>\n<p>Im April 1945 war jeder froh, dass der ungl\u00fcckselige Zweite Weltkrieg, der auch in die beiden Nienburger Guttempler-Gruppen L\u00fccken riss, beendet war. In diese Zeitspanne kam es zu keinen Guttempler-Aktivit\u00e4ten in Nienburg.<\/p>\n<p>Mit dem Ende der Gewaltherrschaft begannen f\u00fcr den Guttemplerorden in Deutschland schwere Zeiten des Wiederaufbaues. W\u00e4hrend der Guttempler-Orden im zerst\u00f6rten Deutschland die Arbeit, trotz widriger Verh\u00e4ltnisse kontinuierlich wieder aufnahm, wird es um die Nienburger Logen \u201eIm Sicherheitshafen\u201c und auch um die \u201eBastion Hoffnung\u201c still.<\/p>\n<p>Wenn auch die Besatzungsmacht zun\u00e4chst ein striktes Alkoholverbot f\u00fcr die Deutschen verh\u00e4ngte, so h\u00e4tten die beiden Nienburger Gruppen sich doch sp\u00e4testens wieder im Jahre 1945 zusammenfinden m\u00fcssen, als man selbst wieder Wein machte und die Schwarzbrennerei mit dem \u201eR\u00fcbenschnaps\u201c begann.<\/p>\n<p>Wenn es \u00a0Alkoholprobleme gab, wandte man sich zun\u00e4chst an seinen Hausarzt, der wiederum das Gesundheitsamt einschaltete, wenn es um Zwangs-einweisungen von Alkoholkranken ging. Schwere F\u00e4lle kamen, wie sich Frau L\u00fc\u00dfenhop erinnert, nach 1945 in das ehemals bei den Nazis so ber\u00fcchtigte Arbeitslager Moringen in der N\u00e4he von Northeim.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/pic_ph_228.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-264\" title=\"pic_ph_228\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/pic_ph_228.jpg\" alt=\"\" width=\"295\" height=\"419\" \/><\/a>In den f\u00fcnfziger Jahren wurde in der Tuberkulose-Heilst\u00e4tte (fr\u00fcheres Hotel Tegtmeier) Bad Rehburg, durch das Nieders\u00e4chsische Landeskrankenhaus in Wunstorf eine Station von Alkoholkranken eingerichtet. Inzwischen modernisiert und erweitert und letzendlich geschlossen, haben hier viele Patienten Heilung gefunden.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"txt_76\">\n<p>Der erste Ansto\u00df, etwas f\u00fcr Alkoholkranke zu tun, kam am 13. Februar 1973 von einem selbst betroffenen, der bereits erfolgreich eine Entziehungskur hinter sich gebracht hatte. Er bot dem damals noch Staatlichen Gesundheitsamt in Nienburg seine Hilfe und Erfahrungen an, um sich selbst trocken zu halten und den andern alkoholkranken Mitmenschen zu helfen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend man sich im Zust\u00e4ndigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Nienburg noch bem\u00fchte, eine Gruppe f\u00fcr Alkoholkranke zu bilden, hatte sich dagegen bereits im Mai 1973 in der Au\u00dfenstelle in Stolzenau ein \u201eFreundeskreis\u201c f\u00fcr Alkoholkranke gebildet, der bis heute \u2013 inzwischen ein eingetragener Verein \u2013 immer noch aktiv ist.<\/p>\n<p>Die Sozialarbeiterin Herta Ott, die sich federf\u00fchrend um die Gr\u00fcndung einer Nienburger Gruppe bem\u00fchtem arrangierte ab Juni 1973 mit ehemaligen Alkoholabh\u00e4ngigen und den \u00c4rzten Dr. Andress und Dr. Hermann von der Au\u00dfenstelle des Landeskrankenhauses in Bad Rehburg mehrere \u201eRehburger Gespr\u00e4che\u201c, die letztendlich dazu f\u00fchrten, dass sich am 10. Januar 1974 zum erstenmal Alkoholkranke im Gemeindehaus der Nienburger Kreuzkirche im Leintor trafen.<\/p>\n<p>09. Oktober 1976, Gr\u00fcndung der Guttemplergemeinschaft \u201eNienburg\/Weser\u201c<\/p>\n<p>Bei einer Zusammenkunft am 08. April 1976 im Gemeindehaus der Nienburger Kreuzkirche wurden die Weichen zur Gr\u00fcndung der Guttempler-Gruppe in Nienburg gestellt. Dank der Verbindung mit den Guttemplern aus Hannover nahmen vier ihrer Mitglieder an den Zusammenk\u00fcnften in Nienburg bis zur Gr\u00fcndung der Nienburger Gruppe teil. Die traten dann sp\u00e4ter zur Nienburger Gruppe \u00fcber.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"txt_77\">\n<p>31. Januar 1981, Gr\u00fcndung der Guttemplergemeinschaft \u201eEystrup-Hoya\u201c<\/p>\n<p>Bereits seit August 1979 trafen sich Betroffene aus dem jetzigen Nordkreis in dem aus der Gemeinschaft Nienburg hervorgegangenen Guttempler-St\u00fctzpunkt Eystrup.\u00a0In einer Feierstunde wurde am 31. Januar 1980 die 53. Gruppe in Niedersachsen gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>23. August 1981, Gr\u00fcndung der \u00a0Guttemplergemeinschaft \u201eBastion Hoffnung\u201c<\/p>\n<p>Wie die Guttempler-Gemeinschaft \u201eEystrup-Hoya\u201c, so entstand auch die neue Guttempler-Gemeinschaft \u201eBastion Hoffnung\u201c aus der Gemeinschaft \u201eNienburg\u201c, da diese Gruppe zahlenm\u00e4\u00dfig zu gro\u00df geworden war.<\/p>\n<p>Die Stiftung fand am 23. August 1981 im Gemeindesaal der Kreuzkirche Nienburg statt. Mit der Namensgebung setzte man die Tradition der am 24. Juli 1928 als zweite Nienburger Guttempler-Gruppe gestiftete \u201eBastion Hoffnung\u201c, um die es nach Ende des Zweiten Weltkrieg still geworden war, fort. Der damalige Sozialamtsleiter der Stadt Nienburg versprach, f\u00fcr die neu gegr\u00fcndete Gemeinschaft die Raumfrage zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>November 1981, Guttempler-Gemeinschaften bilden Arbeitsgemeinschaften<\/p>\n<p>Um die Guttempler-Arbeit noch weiter zu forcieren, schlossen sich in einer gemeinsamen Vorstandssitzung im November 1981 in der Nienburger Kreuzkirche die Guttempler-Gemeinschaften \u201eNienburg\u201c, Bastion Hoffnung\u201c und \u201eEystrup-Hoya\u201c auf Kreisebene zu Arbeitsgemeinschaften der Sachgebiete \u201eSuchtgef\u00e4hrdetenhilfe\u201c und \u201e\u00d6ffentlichkeits-arbeit\u201c zusammen. Die Arbeitsgemeinschaften treten unter anderem mit Vortrags-abenden an die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>1983 Aufl\u00f6sung der Gemeinschaft Eystrup-Hoya<\/p>\n<p>Die Gemeinschaft \u201cEystrup-Hoya\u201c wurde als Guttempler-Gemeinschaft aufgel\u00f6st und arbeitet heute unter dem Namen \u201eVerein f\u00fcr Suchtkrankenhilfe Eystrup\/Hoya und Umgebung\u201c. In Hoya wurde ein St\u00fctzpunkt der Gemeinschaft \u201eNienburg\u201c eingerichtet.<\/p>\n<p>06. Januar 1983, Beratungs- und Behandlungsstelle als Modellversuch<\/p>\n<p>Die bereits seit Mitte 1981 geplante \u201eBeratungs- und Behandlungsstelle f\u00fcr Suchtkranke und Gef\u00e4hrdete\u201c wurde am 06. Januar 1983 in der Bismarckstra\u00dfe 23 in Nienburg eingerichtet. Ohne die vielen Aktivit\u00e4ten der Guttempler-Gemeinschaften aus dem Landkreis Nienburg w\u00e4re es wohl kaum zu dieser Einrichtung gekommen.<\/p>\n<p>Das Nieders\u00e4chsische Sozialministerium, der Landkreis Nienburg, die Stadt Nienburg sowie die Freien Wohlfahrtsverb\u00e4nde hatten hiezu auch den Weg mit eingeebnet. Bei der erschreckenden Zunahme des Alkoholismus lag ein echtes Bed\u00fcrfnis vor, die Suchtberatungsstelle einzurichten, denn die Zeit der ehrenamtlich t\u00e4tigen Guttempler, die neben ihrem Brotberuf diese schwierige Aufgabe \u00fcbernahmen, reichte allein nicht aus. In der Suchtberatungsstelle arbeiteten damals neben einer hauptamtlichen Kraft auch die Mitglieder der Nienburger Guttempler-Gemeinschaften nach Feierabend im so genannten \u201eSp\u00e4tdienst\u201c.<\/p>\n<p>So weit die Aufzeichnungen der \u201eChronik der Guttempler in Nienburg\u201c, entnommen aus der Festschrift \u201eZehn Jahre Guttempler Gemeinschaft \u201eNienburg\u201c,\u00a05\u00a0damals zusammen-gestellt von Frau Herta Ott und Herrn Alfred Dreppenstedt.<\/p>\n<p>Dieser Ansto\u00df bewirkte, dass die Sozialarbeiterinnen des Gesundheitsamtens sich, wie es damals hie\u00df, mit der \u201eTrinkerheilf\u00fchrsorge\u201c befassen mussten. Hierbei wurde die Sozialarbeiterin Herta Ott, die sich auch noch nach ihrer Pensionierung ehrenamtlich in den Dienst der Hilfe f\u00fcr alkoholgef\u00e4hrdeten Mitmenschen stellte, das erste Mal pers\u00f6nlich mit diesem Problem konfrontiert, weil es sich um einen Fall aus ihrem Bezirk handelte.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"txt_79\">\n<h3><strong>1983 bis heute<\/strong><\/h3>\n<p>Die Beratungsstelle des Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverbandes, die 1983 nach Nienburg \u00a0kam, wurde als professionelle Einrichtung f\u00fcr Suchtgef\u00e4hrdete, Suchtkranke und Angeh\u00f6rige schnell zu einem festen Begriff. Diese Einrichtung befindet sich heute in der Von Phillipsbornstra\u00dfe und arbeitet mit den Selbsthilfegruppen aus Stadt und Landkreis Nienburg zusammen.<\/p>\n<p>20.-22.10.2006 Herbstdistrikttag 2006 in Nienburg<\/p>\n<p>Der Deutsche Guttempler-Orden (I.O.G.T.), Distrikt Niedersachsen und Sachsen-Anhalt veranstaltet den Landesverbandstag 2006 in der Zeit vom 20.10. \u2013 22.10.2006 in Nienburg\/Weser.<\/p>\n<p>21. Oktober 2006, Gr\u00fcndung der Guttemplergemeinschaft \u201eHoya und umzu\u201c<\/p>\n<p>Gr\u00fcndung der Gemeinschaft \u201eHoya und umzu\u201c anl\u00e4sslich des in Nienburg stattfindenden Herbstdistrikttag 2006<\/p>\n<p>2010 Aufl\u00f6sung der Guttemplergemeinschaft \u201eStiftsh\u00fcgel\u201c in Wunstorf<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich und unerwartet l\u00f6ste sich diese Gemeinschaft auf.<\/p>\n<p>23. August 2011, 30 Jahre Guttemplergemeinschaft \u201eBastion Hoffnung\u201c<\/p>\n<p>30 Jahre Guttempler-Gemeinschaft Bastion Hoffnung bedeutet 30 Jahre ehrenamtliche Sozialarbeit mit dem direkten Dienst an unseren Mitmenschen! Denn die Gemeinschaften des Deutschen Guttempler-Ordens \u00a0sind den Selbsthilfegruppen zuzuordnen und spielen eine wichtige Rolle f\u00fcr die \u00dcberwindung von Problemen, die mit Alkohol oder anderen Suchtmitteln in Verbindung stehen.\u00a0Gefeiert wurde das Jubil\u00e4um in einer Feierstunde als \u201eBesonderer Gemeinschaftsabend\u201c mit zahlreichen G\u00e4sten, sowie einem Ausflug nach Mardorf und zur Insel Wilhelmstein.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"txt_81\">\n<div id=\"txt_81\">\n<h3><strong>Aussichten und Ziele<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/alkpol.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-266\" title=\"alkpol\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/alkpol.gif\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"284\" \/><\/a>Die Guttempler-Gemeinschaften \u201eNienburg\u201c und \u201eBastion Hoffnung\u201c bilden heute zusammen mit den Gemeinschaften \u201eHoya und umzu\u201c und \u201eNeustadt\u201c (Neustadt a. Rbge.) den Kreis Neustadt-Nienburg, der neben weiteren Kreisen dem I.O.G.T. Distrikt Niedersachsen und Sachsen-Anhalt angeh\u00f6rt.\u00a0Die Guttempler-Gemeinschaften aus Nienburg nutzen immer Veranstaltungen der Stadt Nienburg wie \u201eNienburger Herbst\u201c, \u201eAltstadtfest\u201c, \u201eAdventsbasar\u201c oder \u201eNienburger Selbsthilfetage\u201c zur Selbst-darstellung in der \u00d6ffentlichkeit und nehmen mit \u00a0Informationsst\u00e4nden an diesen Veranstaltungen teil.<\/p>\n<p>Mitmachen im Deutschen Guttempler-Orden kann Jeder! Voraussetzung f\u00fcr die Mitgliedschaft ist eine Lebensweise frei von Alkohol und Medikamentenmissbrauch sowie das Streben nach Br\u00fcderlichkeit \u00a0und Frieden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wp0a9d57ac.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-268\" title=\"wp0a9d57ac\" src=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wp0a9d57ac.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"188\" \/><\/a>Alle Guttempler-Gemeinschaften gestalten ihre Programme ganz individuell mit den unter-schiedlichsten Themengebieten, wobei die Sucht-problematik \u00a0der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vordergrund steht. Allw\u00f6chentlich werden von den Suchthelfern aller Gemeinschaften zahlreiche G\u00e4ste begr\u00fc\u00dft, die aus eigener Betroffenheit oder als Angeh\u00f6rige von Betroffenen Hilfe suchen<\/p>\n<p>Bei den Freizeitaktivit\u00e4ten der Gemeinschaften wird deutlich, dass bei den regelm\u00e4\u00dfigen w\u00f6chentlichen Treffen nicht nur Probleme gew\u00e4lzt werden. Regelm\u00e4\u00dfige Ausfl\u00fcge, Fahrradtouren um nur einiges zu nennen stehen jedes Jahr auf dem Terminplan beider Guttempler-Gemeinschaften.<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"txt_83\">\n<p><strong>Quellen- und Literaturangaben<\/strong><\/p>\n<p>1. Merkbl\u00e4tter \u201eSoziales Engagement f\u00fcr Guttempler\u201c, Stand 12.02.2004<\/p>\n<p>2. Programmheft \u201eGuttempler in Niedersachsen u. Sachsen-Anhalt \u201c<\/p>\n<p>3. Buch \u201eLieber schlau als blau\u201c, Johannes Lindemeyer<\/p>\n<p>4. Arbeitshilfen f\u00fcr Guttempler, GBW-Impulse, Guttempler-Bildungswerk<\/p>\n<p>5. Zehn Jahre Guttempler-Gemeinschaft \u201eNienburg\u201c, 1986<\/p>\n<p>6. Die Geschichte der Guttempler in Deutschland, A. K\u00f6ssel<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bastion-hoffnung.de\/?page_id=143#\">Nach oben<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>IOGT-Story Die internationale Organisation der Guttempler hat im Laufe ihres nunmehr \u00fcber 150-j\u00e4hrigen Bestehens, nicht zuletzt durch die beiden Weltkriege \u00e4u\u00dfere Wandlungen durch-gemacht und innere Ver\u00e4nderungen erlebt, die auch vom Trend des Zeitgeschehens nicht unber\u00fchrt geblieben sind. 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